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Seine spitze Feder war ebenso gefürchtet wie bewundert, und seine Worte zeigen ihn als einen scharfsinnigen Beobachter und Chronisten seiner Zeit. Schauspieler und Publikumsliebling Karl Markovics erinnert mit einer persönlichen Auswahl Kraus’scher Texte an den brillanten Satiriker, dessen geistreicher Humor ihn zu einer der wichtigsten literarischen Persönlichkeiten des alten Österreichs gemacht hat.
„Gedankenfreiheit haben wir. Jetzt brauchen wir nur noch die Gedanken.“
Als Herausgeber der „Fackel“ legte sich Kraus stets mit den Mächtigen an, zeigte Missstände auf und war sich auch für bissige Wortgefechte nicht zu schade. Dabei haben viele seiner satirischen Texte an Aktualität und Scharfsinn nichts eingebüßt. In zeitkritischen Schriften und Aphorismen ebenso wie in seinem monumentalen Drama. In „Die letzten Tage der Menschheit“ zeigt Kraus unverblümt die Unzulänglichkeiten seiner Zeitgenossen auf. Nun führt Karl Markovics das Publikum einmal mehr in die Gedankenwelt des humorvollen Anklägers und zeitlosen Beobachters – und sehenden Auges ins Verderben rennen, das können die Menschen heute noch genauso gut wie gestern.
Mit ausgewählten Impromptus von Franz Schubert steuert der gefeierte britische Shooting-Star Martin James Bartlett Wienerisches am Bösendorfer bei.
Karl Markovics - Rezitation
Martin James Bartlett - Klavier