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„Ach, Clara, was das für eine Seligkeit ist, für Gesang zu schreiben; die hatte ich lang entbehrt.“, so schwärmte Robert Schumann, als er die Gedichte Heinrich Heines vertonte.
Diesem ist er zwar nur einmal begegnet, und doch kann er ihm über die Grenzen ihrer Künste hinweg als Seelenverwandter gelten: Die Verschmelzung beider Werke schuf eine kongeniale Ergänzung von Dichtung und Musik, wie es sie im deutschen Sprachraum kein zweites Mal gibt.
In dem Dichter Heine hatte der Romantiker Schumann einen verwandten Geist gefunden, auch wenn Heines Lyrik bereits im Zeichen der Distanzierung von den eigenen romantischen Anfängen steht.
Der ehemalige Intendant der Salzburger Festspiele und gefeierte Schauspieler, Opernregisseur und Buchautor Sven-Eric Bechtolf liest Heine, der mal humorvoll-ironisch, mal bitter und schmerzhaft klingt, und Opernstar Anett Frisch fügt in den diversen Vertonungen, nicht nur aus der Feder Schumanns, das Unsagbare, das zwischen den Zeilen Liegende hinzu. Ein Abend über geniale Verschmelzungen, die wohl den Inbegriff der Romantik bedeuten und in berührenden Interpretationen zu Herzen gehen.
Sven-Eric Bechtolf - Rezitation
Anett Fritsch - Sopran
Florian Krumpöck - Klavier